Die vier Evangelien sagen, wer er war. Dieses Buch sagt, wie wir leben.
6.1Ein Suchender wird nicht gewaschen, leistet keinen Eid, ändert keinen Namen und gibt kein Geld.
6.2Er wird einer einzigen Befragung unterzogen.
6.3Sie findet im Forum statt, die Versammlung ist zugegen. Auch die Kinder sind dabei und dürfen fragen.
6.4Die Befragung hat drei Teile.
6.5Der erste ist das Aufsagen. Die Versammlung benennt eine Stelle aus den vier Büchern; der Suchende wählt sie nicht.
6.6Der zweite ist das Entgegensetzen. Nenne drei Stellen, an denen die vier Bücher einander widersprechen, und gib zu jeder die Gründe beider Seiten an.
6.7Bei diesen dreien sage nicht, welche Seite recht hat. Es zu sagen heißt, nicht zu bestehen.
6.8Der dritte ist das Widerlegen. Die Versammlung nimmt etwas, das der Suchende fest glaubt, und greift es an.
6.9Ändert er auf der Stelle seine Meinung, so besteht er.
6.10Hält er an seiner Ansicht fest und kann klar sagen, warum sie sich nicht bewegt hat, so besteht er ebenfalls.
6.11Wird er zornig, höhnt er, oder schlägt er auf die Person statt auf das Argument, so besteht er nicht. (vgl. Die Regel 3.4)
6.12Wer nicht besteht, wird nicht getadelt und nicht ausgelacht.
6.13Nicht zu bestehen heißt nur, dass noch zu lesen bleibt. Er darf wiederkommen, ohne Begrenzung.
6.14Wer besteht, dem spricht es die jüngste anwesende Person zu und sagt: „Du bist ein Mitschwebender.“
6.15Kein Amt wird verliehen, keine Hände werden aufgelegt, kein Name wird im Himmel geschrieben.
6.16Der Name wird nur in die Liste geschrieben, unter die übrigen, ohne Rangfolge.
6.17Ein Mitschwebender steht nicht über einem Suchenden. Er hat nur zu Ende gelesen.
6.18Wer diesen Namen als Gewicht über andere trägt, hat ihn bereits verloren. (vgl. Der Bund 4.5)